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Geschichte

Der Kyritzer Flugplatz in Heinrichfelde diente im Zweiten Weltkrieg als Notlandeplatz. Ende des Krieges erließen die Siegermächte ein Verbot jeglicher fliegerischer Betätigung, das erst zu Beginn des Jahres 1950 wieder aufgehoben wurde. Unter den Flugbegeisterten herrschte fortan große Freude und man begann in Kyritz eine Flugsportgruppe aufzubauen.

Schon im ersten Halbjahr 1952 trafen sich Flugsportinteressierte und eigneten sich die notwendigen fliegerischen Kenntnisse an. Noch im gleichen Jahr wurde die „Interessengemeinschaft Segelflug“ in Kyritz gegründet. Das notwendige Fluggelände, es war 150 m breit und 1000 m lang, wurde vom sowjetischen Stadtkommandanten und dem Rat der Stadt Kyritz zur Verfügung gestellt.

 

Geschichte 02

 

Am 31. Oktober 1953 erhob sich in Heinrichsfelde das erste Flugzeug, der Schulgleiter “SG 38-108“, in die Luft. Er erreichte eine Höhe von ca. 10 Meter und landete nach knapp einer Minute wieder.

1956 wurde eine neue Segelflughalle nebst Werkstatt und Schulungsraum fertiggestellt. Nun war es möglich, notwendige Reparaturen an den Flugzeugen an Ort und Stelle vorzunehmen.

Anlässlich des Heimatfestes veranstalteten die Kyritzer Flugsportler am 09. und 10. Juni 1957 den ersten Flugtag.

Ende der 70er Jahre wurden die Sicherheitsmaßnahmen auf dem stark vergrößerten Gelände zunehmend verschärft und der Flugbetrieb militärisch aufgezogen. Viele aktive Segelflieger wurden aufgrund ihrer “Westkontakte“ gesperrt.

Im August 1979 sperrte man den Flugplatz Heinrichsfelde gänzlich für den Segelflugbetrieb, und die vorhandenen Fluggeräte sowie die Technik wurde auf andere Flugplätze verteilt.

Nach der politischen Wende gründete sich im Januar 1990 der Flugsportclub Kyritz. Dem Enthusiasmus der Mitglieder ist es zu verdanken, dass erneut Flugzeuge angeschafft werden konnten. Am 18. August diesen Jahres stieg in Heinrichsfelde das erste Flugzeuge wieder in die Luft.

 

 

Geschichte 01

 

Der Flugplatz Heinrichsfelde diente aber neben dem Segelflugsport auch als Agrarstützpunkt. 1957 wurden von diesem Standort aus erste Einsätze mit tschechischen Maschinen im Bereich des Agrarfluges gestartet.

Unter anfangs sehr primitiven Bedingungen wurde am Stützpunkt Kyritz gearbeitet. Ein wichtiger Schritt für die Entwicklung war die Errichtung und Inbetriebnahme eines Hangars und des Sozialgebäudes im Zeitraum vom 1961 bis 1963.

Anfang der 70er Jahre war der Stützpunkt Heinrichsfelde zuständig für einen Bereich von der Ostsee bis hin zum Bezirk Dresden. Seitdem waren hier 115 Mitarbeiter beschäftigt und 70 Maschinen im Einsatz. In den Spitzenmonaten kamen zusätzlich 30 Doppeldecker mit russischer und polnischer Besatzung hinzu. Diese Umstände erforderten den Bau eines Sozial- und Verwaltungsgebäudes, das 1981 fertiggestellt wurde.

Mit der politischen Wende verlor der Flugplatz seine Daseinsberechtigung als Agrarstützpunkt und der Betrieb in der bestehenden Form wurde aufgelöst. Die Weiterexistenz des Flugplatzes war zu diesem Zeitpunkt unklar.

Von 1989 bis Juni 1991 war die Treuhand Eigentümer der vorhandenen Flächen in Heinrichsfelde.

Mit Unterstützung des FSB Air Service, dem damaligen Landrat Herrn Winter, der Beteiligung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin und dem Engagement des Geschäftsführers Klaus Dieter Heinrichs, der bereits seit 1963 als ausgebildeter Agrarflieger hier tätig war, wurde am 01. Juli 1991 die Flughafen Kyritz Betriebs GmbH gegründet. Somit war gewährleistet, dass der Flugplatz Heinrichsfelde der Stadt Kyritz erhalten blieb. Per Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wurde die Stadt 1996 hundertprozentiger GmbH-Eigentümer.

Im September 1999 erfolgte die Inbetriebnahme einer 1000 Meter langen und 23 Meter breiten Bitum-Start- und Landebahn einschließlich der benötigten Rollbahn. Realisiert werden konnte dieses Vorhaben durch Bereitstellung von Fördermitteln durch das Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr sowie durch die Unterstützung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin.

Inzwischen hat der Verkehrslandeplatz durch die Inbetriebnahme einer modernen Flugplatzbefeuerungsanlage, die einen Nachtflugbetrieb ermöglicht, eine weitere Aufwertung erfahren. Das weiträumige Areal entwickelte sich zu einem attraktiven Messestandort und bietet Gewerbetreibenden hervorragende Ansiedlungsmöglichkeiten.